Der Begriff "Hypnose" taucht in Praxis, Literatur und im Alltag mit verschiedenen Bedeutungen auf. Die drei wichtigsten sind:
- Hypnose als Hypnotherapie. Hierbei wird Hypnose diagnose-übergreifend als "Verfahren" oder indikations-spezifisch als "Methode" angewendet.
- Hypnose als "Zustand" (hypnotische Trance) oder Spektrum von Zuständen.
- Hypnose als "Technik" zum Herbeiführen bestimmter Erlebens- und Verhaltens-Phänomene.
Antworten auf die Frage "Wie funktioniert Hypnose?" führen zu Prinzipien mit sehr alten Traditionen. Diese Prinzipien sind weltweit in der gesamten Geschichte der Medizin nachgewiesen; ihre Anwendung, Gewichtung und Benennung ist geprägt vom jeweiligen Kulturkreis, vom Wissen der entsprechenden Zeit und natürlich von den Anwendern. Eine Konstante die zu allen Zeiten gültig war liegt auf der Hand: Wer auf die Behandlung mit Hypnose gut ansprach hatte einen Überlebens-Vorteil; konnte mit Schmerzen, Stress, Belastungen besser umgehen und diese Fähigkeit weitergeben.
"Die wissenschaftliche Anerkennung der
Hypnose erfolgte:
1955 in England,
1958 in USA,
2006 in Deutschland."
Die jüngere Entwicklung der Hypnose in Europa kennzeichnen 4 grosse Phasen. Jede Phase kann in mehrere Zwischen-Stufen aufgegliedert werden.
Als erste wichtige Entwicklungs-Phase gilt das Jahr 1774, wo Formen suggestiver Behandlung mit Magneten und der Heilung durch Gebet praktiziert wurden. Damit verbunden sind die Namen von Pater Maximilian Hell und Johann Joseph Gassner.
Die zweite Entwicklungs-Phase begründete der Arzt Franz Anton Mesmer. Dieser findet neue Erklärungen für das, was bei Hell und Gassner während den Behandlungen wirkt. Mesmer geht zunächst von einem biologischen bzw. "animalen Magnetismus" aus und von einer im Körper vorkommenden "Lebensenergie", die er Fluidum nennt. Mit suggestiven Methoden lenkt, überträgt und verstärkt er diese Energie. Sein 1814 veröffentlichtes Buch führte dazu, dass der Name "Mesmerismus" bis heute bekannt ist.
"Hypnose ist ein kulturelles und kulturwissenschaftliches Phänomen;
nicht nur ein psychologisches oder therapeutisches. Psychologie ist ein Teil dieser Kultur; ..."
Chris Heinegg
Die dritte Phase beginnt etwa 29 Jahre nach Mesmer als 1841/43 das Wort "Hypnotism" auftaucht. Geprägt wurde der Begriff vom schottischen Arzt und Chirurgen James Braid. Bei der Namensgebung bezieht sich Braid unter anderem auf das griechische Wort "hypnos" für Schlaf. (Braid, 1843, P. 12, 13)
Mit dem neuen Namen schuf James Braid ein wichtiges Unterscheidungs-Merkmal und neue Anwendungs- und Erklärungs-Grundlagen. Da der Begriff allerdings auch missverstanden werden kann, wollte Braid den Namen schon bald ändern in "Monoideismus"; damit sollte der Aspekt von Konzentration und Aufmerksamkeit mehr betont werden. Auch das wurde missverstanden und so empfahl Braid den Begriff ein drittes mal zu ändern. Doch der Begriff "Hypnotism / Hypnotismus" hatte sich so rasch verbreitet und etabliert, dass die Richtigstellung bis heute offen geblieben ist.
Nach Braid folgten eine Reihe begabter Ärzte und Therapeuten, die Hypnose zu einer kunstvollen und wissenschaftlichen Behandlungs-Methode weiterentwickelten: Hippolyte Bernheim, Sigmund Freud, Milton H. Erickson, Ernest Rossi ... um nur einige zu nennen.
"Unser gemeinsamer Wunsch ist
Gutes zu stiften ..."
J. P. Deleuze
Ähnlich wie der Übergang vom animalen Magnetismus zum Mesmerismus, vom Mesmerismus zum Hypnotismus und zu der Hypnose, wie sie von den meisten Hypnotherapeuten heutzutage angewandt wird, zeichnet sich ab 1999 - also rund 156 Jahre nachdem Braid das Wort "Hypnotism" prägte - ein vierter Übergang ab: Ein deutlich optimiertes Theorie- und Praxis-System das als "CCP®" bezeichnet wird. CCP® ist die wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung der Hypnose zu den Best Practices effektiver Kurzzeitintervention. Theoretisch wie praktisch bringt es wesentliche Vorteile. Gerne erzählen wir Ihnen mehr darüber.
Hier bei hypnose.in finden Sie Informationen zu allen Aspekten, Entwicklungen und Anwendungs-Möglichkeiten der Hypnose.
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